1. Reisebericht
„vom Krankenbett zur
Sonnenliege“
der Aufbruch
Es
war Herbst geworden und somit wurden die Tage kürzer, die
Nächte länger da beginnt die Zeit in der Menschen
Nachdenklicher werden. Man sehnt sich nach mehr Wärme,
Gesprächen, einem guten Buch um die langen Abende zu
bewältigen. Das Wetter begann immer schlechter zu werden und
aufgrund dieser Situation, wurde die Zeit an dem ich die
Wohnung verlassen konnte immer kürzer. Dann kam der Punkt das
ich schließlich gar nicht mehr meine Wohnung
verließ.
Das war einer der Momente, in der man dachte wenn es nun wärmer
wäre und die Sonne scheinen würde. Man beginnt zu Träumen. Aber
jetzt war doch gerade die Zeit, in der ich anfing wieder zu
laufen, jeden Tag mal 20m, mal 30m an guten Tagen sogar etwas
mehr.
Ich wollte aber laufen, immer weiter
wollte ich kommen ich wollte doch die zurück gewonnene Freiheit
auf eigenen Füßen nicht wieder einbüßen müssen. So dachte ich
bei mir, du musst dahin wo es jetzt warm ist und wo ich die
Welt mit meiner gewonnen Freiheit weiter erobern kann. So
begann ich zu stöbern wo man wohl hin könnte. Nach einigen hin
und her, für und wider stand mein Reiseziel fest. Eine nicht
all zu große Insel im Golf von Thailand deren Namen mir gefiel
sollte es sein.
Asien für
mich bis dahin völlig unbekannt. Ich besorgte mir Infomaterial
also Reiseführer, Reisekataloge, Recharche im Internet. Schlimm
daran nur ich konnte, aber wollte es keinem erzählen, man würde
mich gnadenlos ausbremsen und das, das ging gar
nicht.
Habe also
eine Reise gebucht für drei Wochen. Der Aufbruch der Reise war
ende November, am Tag des Abfluges teilte ich nur meiner
Schwester, die mich zum Flughafen fuhr, mit, wo ich die
nächsten Tage sein würde. So jetzt gab es kein zurück und hatte
nur die Hoffnung das mal alles gut gehen
würde.
Am nächsten
Tag die Ankunft auf dem Flughafen in Bangkok eine Welle warmer
Luft traf mich beim Ausstieg.....es war klasse, es war nicht
mehr kalt. Der Rollstuhlservice wartete direkt beim Flieger und
ein sehr freundlicher junger Mann fuhr mich dann erstmal zu
meinem Gepäck. Da ich hier umsteigen musste, weil mich ein
weiterer Flug erwartete der mich zur Insel bringen soll. Also
ging es erst einmal in eine Wartelounge. Die zweite Etappe
dauerte ca. 1 Stunde und ich war
dort.

Im Hotel
angekommen, freundlich aufgenommen, erst einmal etwas
ruhe. Langsam Tag für Tag erkundete und eroberte ich die
Hotelanlage. Jeden Tag genoss ich meine neu gewonnene
Freiheit etwas mehr. Jeden Tag erweiterte sich der Radius
in dem ich mich bewegte um ein paar Meter mehr. Für das,
was die Insel einem bieten konnte bewegte ich mich auf
Bierdeckelgröße aber mir gefiel was ich
sah.
Beim
Frühstück siehst du hinaus aufs Meer, den Schönen weißen
Sandstrand, eine sagenhafte Vegetation mit Früchten die ich
zuvor noch nie gesehen, geschweige probiert hatte. Auch die
Einheimische Küche sei hier erwähnt war für meinen Geschmack
einfach toll. Man entdeckte auch jeden Tag etwas neues, ok
Kleinigkeiten, die aber bei mir großes hinterließen. So verging
Tag um Tag, es war herrlich bei dem warmen Wetter, das ich
besonders genoss. Nun würde manch einer sagen, nur Hotel und
etwas drum herum ist nix besonderes für manch einen sogar
langweilig, aber für mich war es eine ganz neue Welt. Die Zeit
verging wie im Flug, wie jeder Urlaub, einfach viel zu
schnell.

Zurück
in Deutschland mit der Gewissheit es hatte funktioniert
und mit der Begeisterung wie es funktioniert hatte, war
ich zufrieden. Am meisten beeindruckt hatte mich
allerdings die zurückhaltende Höflichkeit, die
Freundlichkeit und die Unvoreingenommenheit mir
gegenüber. Meine Begeisterung den Schritt alleine gemacht
zu haben, es überhaupt getan zu haben, bestärkten mich
enorm. Und ich wusste, ich würde es wieder
tun.
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